Bachelor und Master Studium

Wer für ein Studium in Deutschland zugelassen werden will, muss je nach ausgewählter Hochschulform, verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Für ein Studium an einer Uni muss die Allgemeine Hochschulreife vorliegen, die durch das Abitur erlangt wird. Zudem qualifiziert die fachgebundene Hochschulreife für ein Studium an einer Uni. Wer an einer Fachhochschule studieren will, der benötigt die Fachhochschulreife. Teilweise kann die Hochschulreife durch bestimmte Qualifikationen (Stichwort Meister-Abi) ersetzt werden. Für ein Studium an einer Fachschule muss eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung sowie mehrere Jahre Berufspraxis nachgewiesen werden.

Für die Aufnahme eines Studiums gelten zudem noch manchmal Studiengangsbeschränkungen. Für ein Medizin Studium beispielsweise gilt der Numerus Clausus (NC, also Abischnitt) als Instrument, um die Bewerber auszusortieren. Für die Studiengänge, die deutschlandweit an vielen Hochschulen beschränkt sind, werden die Studienplätze über die Zentralvergabestelle für Studienplätze (ZVS) vergeben. Der Trend geht aber dahin, dass die einzelnen Hochschulen ihre Studierenden selbst auswählen sollen.

Dieser Trend wird verschärft durch die Einführung der Bachelor und Master Studiengänge in Deutschland bzw. Europa. Diese Einführung nennt sich Bologna Prozess, da das entsprechende Abkommen im Jahr 1999 im italienischen Bologna unterzeichnet wurde. Am Tisch saßen damals Regierungsvertreter aus 29 europäischen Ländern, die als Ziel die Schaffung eines länderübergreifenden Hochschulraums in Europa formulierten. Bis zum Jahr 2010 sollen alle bisherigen Hochschulabschlüsse, wie z.B. Diplom und Magister, durch Bachelor und Master ersetzt werden. Der Vorteil dieser neuen Abschlüsse, die dem amerikanischen Raum entlehnt wurden, ist, dass die Studierenden schneller (durchschnittlich 6 Semester) ins Berufsleben starten und eine verbesserte Möglichkeit geschaffen wird, europaweit zu studieren.

Das Bachelor Studium
Das Bachelor Studium ist das Erststudium bzw. der erste akademische Grad, der erreicht werden kann. Ein Bachelor Studium ist als zügiges Studium vorgesehen, das heisst, dass Studenten schon nach 6 bis 8 Semestern den ersten Abschluss erreichen und somit Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Der größte Unterschied zum Diplom oder Magister Studium ist nun, dass das neue Studium als gestuftes Studium angeboten wird. Wer sein Fachwissen noch erweitern oder vertiefen will, der kann jetzt an den Bachelor noch einen Master anhängen.

Ziele der Umstrukturierung auf das neue Studienmodell sind, die Mobilität der Studierenden er erhöhen und die Studienzeiten zu verkürzen. Durch die Vergabe von Credit Points für erbrachte Studienleistungen können nun auch bestandene Vorlesungen mühelos anerkannt werden, die an anderen Hochschulen in Deutschland oder auch Europa absolviert wurden.

Das Master Studium

Wer nach dem Bachelor Studium noch einen weiterqualifizierenden Abschluss erreichen möchte, der entscheidet sich für ein Master Studium. Hierbei gibt es die Unterscheidung zwischen einem konsekutiven Master und einem exekutiven Master. Ein konsekutives Master Studium wird direkt an das Bachelor Studium angeschlossen, ein exekutives Master Studium wird dann gewählt, wenn man nach dem Erststudium bereits einige Zeit im Beruf gearbeitet hat. Meistens wird der exekutive Master im Fernstudium oder berufsbegleitend absolviert.

Zusammengefasst ist ein Master Studium also nur für denjenigen interessant, der eine berufliche Spezialisierung erreichen möchte oder eine wissenschaftliche Karriere z.B. als lehrender Professor anstrebt. Promovieren, also einen Doktor machen, kann man zudem auch erst nach einem Master Studium.

PS: Wer übrigens Hilfe beim Schreiben bzw. Korrekturlesen einer Bachelor- oder Masterarbeit braucht, für den gibt es im Internet einige Anbieter, die als Dienstleistung das Lektorat einer Bachelorarbeit anbieten. Schaut euch einfach mal um und googelt ein wenig, dann findet ihr die passenden Unternehmen.

Comments are closed