Yoga vs. Physiotherapie

Menschen die an größeren Problemen im Bereich des Bewegungsapparates leiden (Bandscheibenvorfall, chronischer Rückenschmerz, Spannungskopfschmerz…) haben heute eine Reihe von Möglichkeiten gegen diese Leiden anzukämpfen. Im Jahr 2010 gibt es deutlich mehr Therapiemöglichkeiten als es noch vor 10 oder 20 Jahren der Fall war. Das Angebot reicht von klassisch schulmedizinischen Möglichkeiten wie der Bandscheiben-OP über „gemäßigte“ Naturheilmethoden bis hin zur „Hardcore-Esoterik“. (Quantenheilung, energetische Wirbelsäulenaufrichtung etc.) Der folgende Text untersucht daher zwei sehr populäre Möglichkeiten auf ihre Sinnhaftigkeit im Krankheitsfall: Yoga und Physiotherapie.

Prinzipiell könnten die Unterschiede zwischen beiden Methoden nicht größer sein:
Yoga ist eine Technik die vor über 2.000 Jahren in Indien entstand und eigentlich der Erleuchtung und Selbstfindung dient. Gleichsam, als „Nebenprodukt“ dieses heiligen Weges, kann man mit Yoga auch so manche Krankheit kurieren. Vor allem im Bewegungsapparat soll sich Yoga äußerst vorteilhaft auswirken und Probleme wie Bandscheibenvorfall oder die eingangs erwähnten chronischen Rückenschmerzen sollen bei regelmäßigem Üben eigentlich verschwinden. Klingt gut, wären da nicht ein paar unschöne Detail, wie z. B. die Ausbildung: Yogalehrer kann sich in Deutschland im Prinzip jeder nennen. Er muss dabei nicht ein Mal eine einzige Yogastunde absolviert haben.

Physiotherapie ist dagegen eine rein westliche Erfindung und setzt auf schulmedizinische und wissenschaftliche Erkenntnisse. Physiotherapeuten unterliegen einer sehr strengen Ausbildung, die aus mindestens 2.900 Stunden Unterricht über drei Jahre hin besteht. Mit Physiotherapie (der früheren Krankengymnastik) lassen sich die unterschiedlichsten Krankheitsbilder bekämpfen und Physiotherapeuten arbeiten in vielen Krankenhäusern gut und aktiv mit den dortigen Ärzten zusammen.

Wer sich also vor die Wahl gestellt sieht, ob er sein Rückenproblem lieber durch Yoga oder durch Physiotherapie kurieren möchte, der trifft eigentlich eine weltanschauliche Wahl: Yoga, das alternativmedizinische bzw. esoterische System gegen Physiotherapie, sein schulmedizinisches Pendant.

Wer diese Überlegung nicht glaubt, der soll doch ein Mal in einer der großen Städte (Berlin, Hamburg, München…) auf die lokale Verteilung der Yogastudios bzw. Physiotherapeuten achten. Yoga Berlin: Entsprechende Studios gibt es vor allem in alternativ eingestellten Bezirken wie Kreuzberg oder Mitte. In diesen Stadtteilen, in denen sich die Esoteriker und die Heilpraktiker gegenseitig auf die Füsse treten, ist auch die Dichte der Yogazentren enorm hoch. Anders ist die Situation dagegen in einem bürgerlichem Umfeld wie Charlottenburg. Hier dominieren eindeutig die Physiotherapeuten. Physiotherapie Charlottenburg ist sehr häufig anzutreffen, Yogastudios gibt es hier dagegen viel seltener.

Yoga oder Physiotherapie im Krankheitsfall? Eigentlich ist diese Frage vor allem eine Frage der Weltanschauung!

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